Unter dem Titel „Die milden Pharma-Richter“ veröffentlichte das Handelsblatt vom 20.03.2018 auf S.21 einen süffisanten Artikel über die Pharma-Selbstkontrolle des FSA e.V.
Dort heißt es gleich am Anfang:

„Die Arzneimittel-Hersteller wollen sich bei Zuwendungen für Ärzte und Kliniken selbst kontrollieren. Ergebnis: Nur selten haben sie etwas zu beanstanden.“

Unter Berufung auf Dr. med. Niklas Schurig, Mitglied bei der unabhängigen Ärzteorganisation Mezis e.V., werden Fälle dargestellt, die angeblich das nachlässige Kontrollverhalten des FSA dokumentieren soll.

Im Hinblick auf die Transparenz-Initiative des FSA heißt es:

„…Aber noch immer bleibt Patienten weitgehend verborgen, ob ihr Arzt konkret Geld von der Industrie kassiert. Denn die Pharmafirmen stellen den Medizinern frei, ob sie einer personenbezogenen Veröffentlichung der Honorare zustimmen. Die Folge: 2015 ließen nur 31 Prozent aller Mediziner eine Auskunft über den Geldsegen der Konzerne zu. 2016 sank dieser Wert auf 25 Prozent….“

Die rechtliche Bewertung der Autoren hinsichtlich der Einwilligungserklärung der Ärzte ist natürlich falsch. Die Veröffentlichung der individuellen Zuwendung ist abhängig von der Einwilligung des Arztes und liegt nicht im Ermessen der Pharmafirmen.
Der Beitrag macht insgesamt deutlich, dass alle Bemühungen der Industrie hinsichtlich Transparenz und Lauterkeit von den ewigen Pharmakritikern pauschal und unrichtig dargestellt und als Feigenblatt tituliert wird. Bemerkenswert ist nur, dass das eigentlich renommierte Handelsblatt sich diese einseitige Pharmaschelte zu eigen macht und sich vor den Karren von Mezis e. V. spannen lässt. Da hätte man schon mehr Objektivität erwarten können.

Den vollständigen Beitrag aus dem Handelsblatt erhalten Sie hier.