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12. AKG Mitgliederversammlung am 24. April 2018
10 Jahre AKG – 10 Jahre Prävention vor Sanktion

Berlin (25.04.2018) – „2018 ist für uns ein besonderes Jahr. Und damit meine ich nicht die große politische, wie auch gesundheitspolitische Bühne. Dort werden nach zähem Ringen um die Koalitionsvereinbarungen diese möglicherweise in aktives Handeln umgesetzt. Auf unserer kleinen Bühne, also der Bühne des AKG, besteht hingegen Grund zur Freude. Wir feiern unser 10-jähriges Vereinsjubiläum. Wir können mit Stolz und auch mit Dankbarkeit auf zehn erfolgreiche Jahre zurückblicken. Der AKG hat sich im politischen wie verbandspolitischen Umfeld Gehör verschafft, ist anerkannter und respektierter Gesprächspartner. Wir können auch deswegen stolz sein, weil es uns in den letzten zehn Jahren gelungen ist, unser Leitmotiv „ Prävention vor Sanktion“ mit Leben zu füllen und es zum Maßstab der Compliance-Anstrengungen in unseren Mitgliedsunternehmen zu machen, so Christoph Harras-Wolff, Vorsitzender des Arzneimittel und Kooperation im Gesundheitswesen AKG e.V..

 

Der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder, MdB gratulierte dem AKG zu seiner erfolgreichen Vereinsarbeit. In seinem politischen Grußwort vor den zahlreichen Vertretern der Mitgliedsunternehmen sowie Gästen betonte Kauder, dass vor zehn Jahren Compliance und deren Bedeutung für die pharmazeutische Industrie noch eher ein Schattendasein geführt hätten. Dass dies heutzutage gänzlich anders sei, sei im hohen Maße der Verdienst des AKG. Ohne die Automobilindustrie speziell zu nennen, betonte Kauder die Vorbildfunktion des AKG auch für andere Branchen. Wichtig seien dabei das gegenseitige Vertrauen und der Grundsatz der Subsidiarität. Selbstregulierung vor staatlichen Eingriffen nannte der CDU-Politiker als einen wichtigen Grundsatz, ebenso wie die Notwendigkeit des konsequenten Dialogs. Beides habe der AKG beispielhaft in seiner 10-jährigen Vereinsgeschichte umgesetzt und das stets unter dem Leitmotiv „Prävention vor Sanktion“.

In seinem Gastvortrag „Forschungsdrang, Gewinnerzielung und Patienteninteresse – zur Ethik einer diffizilen Gratwanderung“ betonte Prof. Dr. Giovanni Maio, interessenlose Hilfsbereitschaft, forschendes Erkenntnisinteresse und privatwirtschaftliche Gewinnabsicht stünden in einem Spannungsfeld zueinander, und es sei eine diffizile Gratwanderung, die drei Zielsetzungen in ein gutes Verhältnis zueinander zu bringen. Davon auszugehen, dass das Handeln der Forscher, der Industrie oder der Ärzte jeweils nur einem Ziel zu folgen habe, und dass die anderen Zielabsichten komplett ausgeschlossen werden müssten, erscheine unangemessen und realitätsfremd. Vor diesem Hintergrund könne es nicht zielführend sein, Feindbilder aufzubauen, das Feindbild der Industrie, das Feindbild des blinden Forscherdrangs. Diese Feindbilder führten nicht weiter und sie beleuchten das Problem nicht adäquat. Die Medikamente, die die Industrie herstellt, könnten nicht als reine Marktprodukte betrachtet werden; ihnen komme eine gemeinwohlorientierte Funktion zu, und deren Zurverfügungstellung müsse sozialpolitisch sichergestellt werden.

Pressemitteilung

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Mitgliederversammlung AKG e. V.
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v.l. Christoph Harras-Wolff; Kai Christian Bleicken; Volker Kauder, MdB; Prof. Dr. Giovanni Maio